Passfoto von Franz Bielmeier, Düsseldorf im Frühjahr 1977

© Franz Bielmeier

"was soll ich 43 jahre später zu diesem foto sagen? wir waren in der brd die bestgestylten, fantasiebegabtesten und grossmäuligsten vertreter von etwas, das zum zeitpunkt des fotos noch eine nach oben offene provokation darstellte."

© Franz Bielmeier, 2020


Polaroidfoto von Jäki Eldorado, Berlin-Schöneberg 1978

© Jäki Eldorado

"Ein weiteres Puzzleteil in meinem Welterorberungsplan durch Selbstbewerbung. Das Polaroid wurde in unserer Wohnung, dem New-Wave-Establishment mit dem Sandfußboden, den Liegestühlen und dem Sonnenschirm, in der Schwerinstrasse in Berlin-Schöneberg erstellt. Der Rest der Wohnung hatte Plastikfolie an die Wand getackert bekommen und Neonröhren-Werbeleuchten zur Erhellung. Wer den Auslöser fürs Polaroid drückte, weiß ich nicht mehr. Die Leuten ginge da ja ein und aus. Selbst Iggy Pop stand eines Abends vor der Tür. Ansonsten gibt es eine Menge darauf zu sehen: ein schwarzer Streifen zur Unkenntlichkeitmachung (im Graphikdesign-Kanon des Punk gern als Referenz genutzt), Hundehalsband ('I Wanna Be Your Dog'), Baskenmütze (wie bei Johnny Lydon) und an der Wand ein Plakat für die gar nicht so unbedingt punkige “Baby, Baby”-Single der Vibrators, ein selbstgemachtes Nierenbluten-Plakat (eine weiteres, typisch Berliner Band-Projekt, was nirgendwo hinführte), Sprühdosenfarbflecken und natürlich als Krönung der Eldorado-Schriftzug."

© Jäki Eldorado, 2020

Der zweite Bühnenhintergrund von Der Plan, gemalt von Moritz Reichelt und Milan Kunc, Dispersionsfarbe auf Leinwand, 6 x 4 Meter, Düsseldorf 1980

© Moritz Reichelt und Milan Kunc

"Der Bühnenhintergrund für die zweite Plan-Tour muss das größte Bild sein, das ich je gemalt habe. Milan war ja bereits erfahren mit solchen Riesenformaten. So habe ich dann auch nähen gelernt, als ich die Stoffbahnen zusammengenäht habe. Die drei KuKluxKlan-artigen Spitzköpfe waren wohl irgendwie von den Residents beeinflusst, deren Film 'Third Reich 'N' Roll' ich 1979 in einem kleinen Kino in Los Angeles gesehen hatte."

© Moritz Reichelt, 2020


Mehrere Masterbänder von PVC, Berlin 1977/1978

© Romy Meijer/Raymond Ebert

Passfotos von Peter Stiefermann, der für eine kurze Zeit Bassist von Charley's Girls war, Düsseldorf Ende der 1970er Jahre

© Peter Stiefermann

Jayne County mit Backingband PVC beim "Rock against Junk"-Festival in der Mensa der TU Berlin am 13. Dezember 1980 (abgebildet: Jayne County und Knut Schaller), Berlin 1980 (Ausschnitt)

© Horst Blohm

"Omg! What was I on!!??"

© Jayne County, 2021

Passfoto von Mark Reeder, Berlin 1982

© Mark Reeder

"This photo was one of four that were initially taken for my visa for a trip to Prague. I eventually used it later for my passport.It was taken in the photo-booth at U-Bhf Kleistpark.I’m wearing a dark blue, suit from 1940’s that I bought in a second-hand shop in Schoeneberg and the Traband logo tie pin, I got from a friend in East Berlin."

© Mark Reeder, 2020


Sprühschablone der Band O.U.T., Berlin 1980

© Nici H.

Setlist von Sprung aus den Wolken, Berlin 1982 (?)

© Kiddy Citny

Plakat für ein Konzert von New Order im SO36 (nach dem Ende des ursprünglichen S.O.36, im Sommer 1979, wurde der Club von Hilal Kurutan unter dem Namen weitergeführt), Berlin 1981

© Design: Mark Reeder

"Concert promoters Michael Schaeumer and Michael Voigt wanted to book New Order for a gig in SO36, which through my longstanding relationship with the band, I helped them to arrange. Knowing that I had a graphic designer background, Voigt asked me if I would like to design the poster. As this was the first New Order gig in Berlin after the death of Ian Curtis, I decided to choose something appropriately dark, poignant and controversial. I thought the band would probably like the image, which I took from a memorial stamp commemorating the heroes of the first World War - Helden Gedenktag - and I converted it into a straight black & white image. As I had no possibility to set the type myself, Michael Voigt told me to just write my text on a piece of paper and he’d get the printer to set the type. It sounded safe enough. I wrote, New Order were Joy Division and the place and date, and drew a small design sketch, showing the size and style of the type and where the type should be placed in relation to my image. A week or so before the gig, I had a frantic call from a very apologetic Michael Voigt. He said he had received the posters, but there was a small error. Concerned, I asked him what had happened. He told me the printer had inadvertently forgotten an ‘i’ in the word Division, and it now read ‘New Order were Joy Divsion’. I was pretty mad about this, and thought New Order would kill me, especially after the hideous debacle surrounding the Kant Kino Joy Division poster, and I said he should make the printer correct it, and do another run, to which Voigt then confessed, that it was impossible, as he had already posted them up all around Kreuzberg. When I finally received my copy of the poster, I noticed even the typesetting was nothing like my original design concept."

© Mark Reeder, 2020

Masterband vom White-Russia-Auftritt im Berliner Tempodrom, Berlin 1980

© Gerrit Meijer/Trevor Watkins/Uwe Hoffmann/Piers Headley

Passfoto von Michael Schäumer von P1/E, Berlin 1979

© Michael Schäumer

Druckvorlage (Collage) zur ersten LP von Abwärts, Hamburg 1980

© Frank Z.

Plakat für das Festival "Geräusche für die 80er" in der Hamburger Markthalle, Hamburg 1979

Jenny mit ihrer Ratte ("Ratten-Jenny"), Berlin Mitte der 80er

© Horst Blohm

"Das muss zu der Zeit gewesen sein, als Nina Hagen auf Ibiza geheiratet hat, wegen meiner blauen Haare ..."

© Jenny, 2020

Flyer für ein Konzert von Unlimited Systems im S.O.36, Berlin 1980

© Ian Wright

Flyer für ein Konzert von DIN A Testbild im Plattenladen "Zensor", Berlin 1979

© Mark Eins/Ian Wright

Masterband der Single von Vorsprung (ex-Male) auf Rondo Schallplatten, Düsseldorf 1980

© Franz Bielmeier

Plakat für das ZickZack-Festival "Lieber zu kalt als zu warm!" in der Hamburger Markthalle, Hamburg 1981

© S. Schwabroh/A. Hilsberg

Selbst gemachter Button von den Evil Kids, Berlin 1978/79

© Evil Kids

Passfoto von Jäki Eldorado, Berlin 1977

© Jäki Eldorado

"1977 (Punk war für manche von uns seit Mitte 1976 schon bald ein Jahr alt) habe ich mich dann auch mit anderen Themen beschäftigt. Zum Beispiel Gehirnstrom als Waffe. So schauen muss man erst einmal können! Isch schwör, isch kann dich mit Blicken auslöschen, du Wurm … Kein Photoshop, aber ordentlich Schminke. Ansonsten die Klassiker: Hundehalsband aus der Tierfutterabteilung im Kaufhaus für 9,50 DM (im Gegensatz zum Fashion-Item Hundehalsband im Fachhandel für 95 DM ), gefärbte Haare und Vibrators-Badge (gratis). Meine Gehirnströme haben dann doch nicht als Vernichtungswaffe getaugt und auf den nächsten Passfotos sah ich schon wieder etwas entspannter aus."

© Jäki Eldorado, 2020

Selbst gemachtes Bandshirt von Male, Düsseldorf 1977

© Claus Ritter

Plakat für den Rondo-Sylvesterball, Düsseldorf 1979

© Franz Bielmeier

"zu den angekündigten überraschungen gehörte dieter ratloff, der als „rondo-ratte“ im blauen konfirmationsanzug (mit rondo-schriftzug auf dem rücken) den conferencier machte. das kalte buffet bestand aus selbstbelegten käsebrötchen, die das publikum sofort auffraß, um sich danach in kleinen delegationen über den hohen eintrittspreis zu beschweren. sekt gab es nur in piccoloflaschen, davon ebenfalls zu wenig."

© Franz Bielmeier, 2020


Plakat für zwei Konzerte von Tuxedomoon im SO36 (nach dem Ende des ursprünglichen S.O.36, im Sommer 1979, wurde der Club von Hilal Kurutan unter dem Namen weitergeführt) , Berlin 1981

© Michael Schäumer

"Die Band wurde exklusiv für die Berliner Konzerte eingeflogen. Funfact am Rande: Da Photoshop damals noch nicht entwickelt war, musste das Cover meiner "No Tears"-Maxi geopfert werden, um das Bild für das Plakatmotiv auszuschneiden. Steven Brown war begeistert."

© Michael Schäumer, 2020



"Stars aus der Steckdose", der zweite Sampler des Cassettencombinats mit Sprung aus den Wolken, Leben & Arbeiten, Borsig Werke, Die Tödliche Doris u. a., Berlin 1981

© Kiddy Citny

Passfoto von Janie J. Jones (Peter Hein), Sänger von Charley's Girls, der von Franz Bielmeier stranguliert wird, Düsseldorf 1977

© Peter Hein/Franz Bielmeier

Fotoabzug von Jürgen Engler, Sänger von Male, Düsseldorf 1977

© Wolf Lauenroth/n.A.p.

"Ich hatte keine Hundehalsbandzeit, ich hatte stattdessen eine dicke Kette mit Vorhängeschloss um den Hals ... Ich liebte es, wenn mein Deutschlehrer, Herr Emmerich, durch die Klasse ging, sich wütend mein Vorhängeschloss griff und angewiedert sagte: 'Rocker, Penner, Asoziale!' Der Generationskonflikt war ne prima Sache!"

© Jürgen Engler, 2020




Von Moritz Reichelt gestaltete Druckvorlage für den 1985 in Japan erschienenen Sampler "The Heart Of Germany", auf dem u. a. Der Plan, Holger Hiller, Die Zimmermänner und Pyrolator vertreten sind, Düsseldorf 1985

© Moritz Reichelt

"Das war so eine PR-Idee für Ata Tak: wir sind das Herz von Deutschland. Da zeigte sich schon unsere Abkehr von der Härte und Kälte der Punk-Kultur. Aber natürlich durfte man den Kitsch nicht übertreiben - daher die "medizinische Darstellung des Herzens, mit neumodischen Computer-Chips gespickt."

© Moritz Reichelt, 2020

In der Reihe "Die 80er Jahre" erschienenes Jahrbuch mit dem Titel "Sans Titre. Yearbook 1980. The 80's. Die 80er Jahre. Des années 80. No. 7/8.", herausgegeben von Beuys-Schüler Jürgen Kramer, Gelsenkirchen 1981

© Jürgen Kramer

Collage von Markus Oehlen, Mike Hentz, Milan Kunc und Peter Stiefermann, Acrylfarbe auf Papier, 90 x 60 cm, Düsseldorf 1977/1978

© Markus Oehlen, Mike Hentz, Milan Kunc und Peter Stiefermann

Plakat für das erste Konzert der Vibrators im Berliner Kant-Kino, Berlin 1977

© A. Hilsberg/Moishe Moser


"I remember one show we did at the Kant Kino. When we went on stage suddenly all the heavy duty Berlin Hell's Angels turned up and walked to the front of the audience and kicked everybody out of the seats at the front and they were making quite a lot of noise. One of them pulled out a shotgun from out of his coat. I remember that and then they all came on stage and were dancing around and jumping around. I remember Eddie - the drummer - just getting of his drum stool and just asked them to leave the stage and they just got all off the stage. Very funny."

© John Ellis (Vibrators), 2020



Fotoabzug der Band PVC, aufgenommen an der Mauer am Potsdamer Platz, Berlin 1977

Filmdose mit Filmrolle des Kurzfilms "Blitzkrieg Bop" von Trini Trimpop und Muscha, Düsseldorf 1977

© Trini Trimpop/Muscha

Bogen mit Aufklebern von Rip Off/ZickZack Platten, Hamburg 1980

©A. Hilsberg/Klaus Maeck

Die Music Hall in der Rheinstraße von außen, Berlin 1981

Janie J. Jones (Peter Hein) auf der Fähre nach England, Winter1977

© Franz Bielmeier/Peter Hein

Schallplatte mit Aufnahmen der 60. Aktion von Hermann Nitsch, begleitet von der Berliner Band PVC, Berlin 1978

© Hermann Nitsch/Dieter Roth's Verlag

Passfoto von Mike Stanger, Sänger der Buttocks, Hamburg 1979

© Mike Stanger

Flyer für ein Konzert von Male, Charley's Girls, The Neat, S.Y.P.H. und 110 im Carschhaus, Düsseldorf 1978

© Bernward Malaka/Stefan Schwaab

"am layout des flyers ist die infektion von male mit dem dada-virus sichtbar. das war zwar schnell wieder vorbei, aber das konzert war das erste punk-festival mit lokalen und befreundeten bands. es gibt seitdem das gerücht, man hätte teilen von kraftwerk an der kasse den eintritt verwehrt."

© Franz Bielmeier, 2020

"Das war die Jugendheim-Show in Bilk Anfang 1978 ... total volles Haus und Pogo, bis die Decke triefte ... das erste Anzeichen dafür, dass MALE auch Anhänger hatte, was uns nach den vorhergehenden Riot-Shows nicht klar war."

© Jürgen Engler, 2020


Fanzine "New Order" von Jäki Eldorado, das erste Berliner Punk-Fanzine, Berlin 1977

© Jäki Eldorado

"Ich muss wohl gedacht haben, dass die Herausgabe eines Fanzines unbedingt zum Punksein dazu gehört, also wurde schnell eins gemacht . Also zwei, um genau zu sein. 1977. Namensgeber war die Stooges-Nachfolgeband New Order von Ron Ashton, aber natürlich auch die drohende Aufbruchsstimmung, die sich am Himmel über der Mauer ankündigte. Immerhin Vibrators und PVC am Start und zaghafte Versuche, das Hakenkreuze-in-Schultische-Ritzen auf die nächste Provokationsebene zu hieven. Gottseidank so zaghaft, dass es niemandem richtig auffiel. Ansonsten hemmungslose Selbstwerbung.

Dass die beliebte Achtziger-Band New Order (die Nachfolge-Band von Joy Division) sich nach meinem Fanzine benannte, wurde wohl ausgedacht, damit ich mich etwas mehr am Weltgeschehen beteiligt fühlen konnte. Stimmte natürlich alles nicht."

© Jäki Eldorado, 2020

Fußballhemd von Moritz Reichelt, Anfang der 70er-Jahre

© Moritz Reichelt

"Mein Fußballhemd mit der Nummer 8, das mich durch verschiedene Epochen meines Lebens begleitete. Die erste Edding-Überarbeitung zeigt das Logo der Liga gegen den Imperialismus, später überlagert durch Symbole der Illuminati, aztekische Zahlen und deutsch-japanische Freundschaftsromantik."

© Moritz Reichelt, 2020


Plakat für ein Konzert von Popgruppe Freundschaft, Kraft Durch Freude und Der Moderne Man im SO36, Berlin 1980

Anmerkung: Der Eintrittspreis führte an der Kasse zu längeren Diskussionen.

© Michael Voigt/Michael Schäumer

"Eines der ersten Konzertplakate der Schäumer & Voigt-Konzertagentur für das erste Konzert der Schweitzer Band "Kraft durch Freude". Der Drummer, Thomas Wydler, war so begeistert von Berlin, dass er nur einige Wochen später seinen Wohnsitz in die Stadt verlegte und dann als Drummer von Die Haut, Die Unbekannten und Nick Cave & The Bad Seeds eine internationale Karriere hinlegte. Der Eintrittspreis, mit einem Unterschied für Große und Kleine, ließ eine Menge Interpretationsspielraum an der Kasse."

© Michael Schäumer, 2020

Druckvorlage für einen Konzert-Flyer von Materialchlacht, Wuppertal 1979

© Uwe Bauer

"Ich glaube, wir haben da zusammen mit S.Y.P.H. gespielt. Das war ziemlich chaotisch. Es war eines des wenigen Konzerte von Materialschlacht. Grafisch haben mich die ganz frühen Human-League-Sachen inspiriert. Gut fand ich damals die Entmenschlichung von Personen, alles, was von der Gestaltung in Richtung Kraftwerk oder frühe Human League ging."

© Uwe Bauer, 2020

Tourposter von Abwärts, Hamburg 1981

© Frank Z./Rip Off

Flyer für die Veranstaltung "Letzte Nacht im S.O.36", mit der das ursprüngliche S.O.36, das am 11. August 1978 eröffnet hatte, seine Türen schloss, Berlin 1979

© Achim Schächtele

Kassette mit Demo-Aufnahmen der Dirty Needs, Berlin 1978

© Trevor Watkins

Jürgen Kramers Fanzine "Die 80er Jahre", Vol. 2, No. 6, Gelsenkirchen 1979

© Jürgen Kramer


Ausgabe Nr. 1 des ersten deutschen Punk-Fanzines "The Ostrich", herausgegeben von Franz Bielmeier, Düsseldorf 1977

© Franz Bielmeier

"das war der prototyp, die versuchsausgabe, die ramon und ich brauchten, um etwas in den händen zu halten und uns mut zu machen. die nummer enthält u. a. ein komplettes, aus dem playboy kopiertes bowie-interview und mehrere seiten mit einem stück aus eimem bowie-songbook, samt noten und gitarrengriffen, sowie eine underground-filmografie von filmen, die wir nie gesehen hatten."

© Franz Bielmeier, 2020


Masterbänder für den S.O.36-Sampler (siehe unten) mit Aufnahmen der Bands, die bei der S.O.36-Eröffnung am 11. und 12. August 1978 gespielt haben, Berlin 1978

© A. Schächtele/K. Montag

Sampler mit Aufnahmen der Bands, die zur S.O.36-Eröffnung am 11. und 12. August 1978 gespielt haben: Mittagspause, Ffurs, PVC, Male, The Wall, Stuka Pilots, Dubliners und DIN A Testbild, Berlin 1979

© A. Schächtele/K. Montag

Ein von Moritz Reichelt gestaltetes Plakat für einen Auftritt von "Das Weltende", der Band von Beuys-Schüler Jürgen Kramer, Moritz Reichelt, Frank Fenstermacher und Sylvia James, Gelsenkirchen 1978

© Moritz Reichelt

"Schade, dieses Plakat hatte ich bereits erfolgreich komplett aus meiner Erinnerung getilgt. Meine erste Band; da muss ich voll in meiner Punk-Phase gewesen sein. Hatte meinen Stil wohl noch nicht gefunden - LOL. Trotzdem eine tolle Zeit, in der man alles zum ersten Mal gemacht hat und voller Erwartungen war, wie die Öffentlichkeit wohl reagieren würde."

© Moritz Reichelt, 2020


Plakat-Druckvorlage für ein Konzert von Male, Schamlos und den Fehlfarben, Wuppertal 1980

© Uwe Bauer

"Es war so warm in dem Laden, dass mir, als ich auf die Bühne gekommen bin, fast die Stöcke aus den Händen gefallen sind, da sie so glitschig waren. Das war ein tolles Konzert und Male waren auch super. Das Konzert habe ich organisiert, so wie viele andere in der Börse, da es sonst keinen gab, der das für die Börse gemacht hat. Mit Materialschlacht hatten wir dort auch einen Proberaum."

© Uwe Bauer, 2020

Plakat für das "Konzert zur Einheit der Nation" im SO36 mit u. a. P1/E, Rainy Day Women, CHBB und Amphore (Die Unbekannten), Berlin 1981

© Michael Voigt/Michael Schäumer/Carsten Grau

"Nach der Weltaufstandsmusik von 1980 war das das zweite "Konzert zur Einheit der Nation". Wer da tatsächlich gespielt hat, wirft Fragen auf und lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen. Vergleicht man das Plakat mit der dazufgehörigen "Licht & Schatten"-Compilation, fallen Abweichungen auf. Gespielt haben auf jeden Fall die Pandas (Rubberbeats), Tank of Danzig, Tobender Luftkampf (Der moderne Luftkampf), P1/E, Rainy Day Women (Django & Maria) und Amphore (Die Unbekannten). Ich bin mir nicht sicher, ob C.H.B.B., Kompakt und Die Automats gespielt haben. Der Compilation zufolge müssen noch System und Die Gelbs gespielt haben."

© Michael Schäumer, 2020

Werbe-Flyer für die LP "Inland" von Pyrolator, Düsseldorf 1979

© Frank Fenstermacher/Art Attack

"Als Werbeflyer zu Pyrolators Debut-LP 'Inland' war dies ein Aufruf, im Ländle sein eigenes Eisenbahnsystem zu bauen, selbst in der Kreisform einer Vinylschallplatte. Darauf gebracht hat mich ein aus Japan kommender, aufziehbarer Spielzeug-VW-Bus mit Abspielnadel, den man auf die Platte aufsetzen konnte und der sie dann fahrend abspielte. Das Motto damals war aber und bleibt: Wer es tut, hat recht - was mit 'Inland' erfolgreich getan wurde. Bitte in diesem Zusammenhang unbedingt die Ähnlichkeit der Figur, die am Tisch sitzt, mit Kurt beachten."

© Frank Fenstermacher, 2020


Druckvorlage für das Cover der Single "Aus Lauter Liebe" auf ZickZack Platten, Hamburg 1980

© Jäki Eldorado/ZickZack Platten

"Natürlich wurde auch an jeder Ecke Musik gemacht, die dann u. a. bei Alfred Hilsbergs ZickZack-Label das Ohr der Öffentlichkeit ereilte. So auch meine Band, AusLauterLiebe, bei der wir (mein Bruder Niki und ich) uns an Dekronstruktion und Neuordnung obskurer Songs oder Popkulturreferenzen versuchten. Schräg und sogar etwas funky - aber doch irgendwie nicht so auf den Punk(t), dass sich daraus etwas Größeres bauen ließ. Dennoch, als Freunde des Gesamtkonzepts und so auch des Visuellen, bauten wir die Schablonenschrift von Crass, eines ihrer Markenzeichen, für unser Cover um (schwarz/weiße Grafik und das politische Symbol nachahmend). An sich fanden Crass ja alle gut. Es gab kaum eine Lederjacke, die nicht das kongeniale Logo der Band promotete - aber mir fehlte etwas der Humor und mich schreckte, gerade Westberliner Kommunenzwängen entkommen, der leicht Hippie-Führerbunker-mäßige Exklusivrechthaben-Anspruch. Da ich aber im Crass-Lager niemanden persönlich kannte und hätte fragen können, kann ich mich aber auch geirrt haben. Wir haben also versucht, eine lustige Komponente zur Crass-Grafik zu addieren, inklusive leichter Szene-Kritik. Ein anderer großer Crass-Moment im deutschen Punk: die Crass-Fahne, die Frank Z. fürs 'Rip Off' besorgte und dort aufhängte."

© Jäki Eldorado, 2020

Passfoto von Knut Schaller und Raymond Ebert von der Band PVC, Berlin 1977

© Raymond Ebert




Flyer von DIN A Testbild für ein Konzert in der Music Hall, Berlin 1979

© Ian Wright

Lederjacke von Knut Schaller, Sänger von PVC, Berlin 1977

© Knut Schaller

Flyer für das Sauhatz-Festival, mit ST42, Mittagspause, S.Y.P.H., Decollete, Düsseldorfer Leere, Juri Gagarin, ZK und AM1, Düsseldorf 1979

© Franz Bielmeier

"am 19. mai 1979 fand im okie dokie (neuss) wieder eins dieser damals zeitweise üblichen familientreffen statt. juri gagarin bestand aus gabi und edu delgado, decollete waren ein koch namens meuser und eine hübsche frau, und "an 1" (auf dem flyer falsch geschrieben) setzte sich aus snoopy audersch, seiner freundin heidi, george nicolaidis und michael voetz zusammen. eins ihrer stücke hieß „nie mehr normal“ - dieser unvergessliche refrain klingt mir noch heute in den ohren. das waren amateurgruppen reinsten wassers, von wegen drei akkorde; sie hätten nur bis heute durchhalten müssen, um ähnlich berühmt wie sonic youth zu werden."

© Franz Bielmeier, 2020


Werbe-Flyer für "Die deutsch-amerikanische Freundschaft", Wuppertal 1979

Fotoabzug von Franz Bielemeier und Peter Hein, auf der Fähre nach England, Winter 1977

© Franz Bielmeier

"wir fuhren über sylvester 1977/78 für eine woche nach london. ich hatte eine pocket-kamera dabei, um bilder für den ostrich zu machen. es sieht aus, als hätte ich uns beide auf der hinfahrt mit hochgehaltener kamera auf dem deck der kanalfähre fotografiert."

© Franz Bielmeier, 2020


Selbst gemachtes "Vibrators-Shirt" von Raymond Ebert von PVC, Berlin 1977

© Raymond Ebert

Vorlage für einen Flyer von Materialschlacht, Wuppertal 1979

© Uwe Bauer

"Ich war ein großer Fotokopier-Fan. Das ist ein Vorlage für einen Flyer, den ich damals an einige Leute verteilt habe. Den Text links findet man auch auf der Single von Materialschlacht."

© Uwe Bauer, 2020

Promoposter für die erste LP von Male, Düsseldorf 1979

© Rock-on

"Das Plakat zur LP ... Ich habe mir damals nicht mal eins mitgenommen, weil ich das Cover dermaßen scheiße fand, was uns von Rock-on, die das Album finanziert haben, ohne Absprache beschert wurde! Die Neuveröffentlichung des Albums ziert jetzt zumindest den original MALE-Badge."

© Jürgen Engler, 2020

Fanzine "Der Arsch", Düsseldorf 1978

© Harry Rag/Thomas Schwebel

"harry rag gab mir das geklebte layout eines fanzines, das er gemeinsam mit thomas schwebel gebastelt hatte. es sollte wahrscheinlich mit der offsetmaschine im büro meines vaters gedruckt werden, kam aber aufgrund neuerer, damals wichtigerer projekte nicht mehr heraus."

© Franz Bielmeier, 2020

Armbänder von Jäki Eldorado, Berlin 1977

© Jäki Eldorado

"Nieten und Leder - unvermeidbares Fashion-Item-Bauteil für jeden Punk. Am besten natürlich selbst gemacht, wobei ich meine, bei den vorliegenden war das genau gedrittelt. Eins geklaut, eins selber gebastelt und eins gefunden. Ursprünglich wahlweise aus Rockeroutfit oder aus der Fetisch-Sex-Welt entlehnt, die das Punk-Formulierer-Team Westwood/McLaren für ihre Modeschöpfungen so reichlich plünderte - wenn sie auch beim Provokationspotential hauptsächlich ein englisches Publikum im Sinn hatten. Bondage up yours! Beim Rest der Welt, vor allem denjenigen, die nicht aus der 'The Misfits/Glen Danzig'-Muckibude gefallen waren, sondern eher schmaler gebaut, sah das entweder ausgleichend oder eben nicht aus. Ein kleines Denkmal für die Niete setze sich ein Teil der Hamburger Punkbewegung durch die sporadische Wahl zum Nietenkönig (quantitative Kompetition). Das Tragen von Nietenarmbänder alleine hat übrigens, wie ich höre, noch nicht zu exotischeren sexuellen Aktivitäten geführt, dazu musste man noch irgendetwas anderes addieren. Damit man sich aber nicht schlecht fühlte, wenn man auch als Punk eher durchschnittliches Sexualverhalten an den Tag legte, halfen einem die Dead Kennedys mit ihrem Smash Hit 'Too Drunk To Fuck' als Pauschalentschuldigung. Wenn man wollte."

© Jäki Eldorado, 2020

Selbst gemachter Button von Male, Düsseldorf 1977

© Male

Hose von Coca Cola, Schlagzeugerin von DIN A Testbild, Berlin 1978

© Coca Cola

"Reißverschlüsse und Taschen auf schwarze Jeans zu nähen, anstatt sowas fertig zu kaufen, war für mich keine Frage. Ich hatte schon immer viel selbst genäht. Kaum ein Jahr zuvor war ich noch in Bad Gandersheim zu Hause (heute Vorzeigestadt für den Niedergang in Niedersachsen) - da gab es nichts zu kaufen. Endlich angekommen in Berlin, die Nächte im Punkhouse verbracht und kein Geld für Klamotten, aber eine Nähmaschine! Ich erinnere mich noch gut, wie wir unsere zerrissenen T-Shirts hergestellt haben: auf dem Flipper im Vorraum vom Punkhouse sitzend gegenseitig Löcher hineingebissen. Hat Spaß gemacht!"

© Coca Cola, 2020


Foto von einem Konzert der Band Hans-A-Plast, Kuhstedt 1981

Fotoabzug der Band Male, die - neben Mittagspause, PVC, The Wall, Stuka Pilots, DIN A Testbild, den Ffurs, S.Y.P.H. und den Dub-Liners - zur Eröffung des S.O.36 gespielt hat, v.l.n.r.: Claus Ritter, Jürgen Engler, Stefan Schwaab und Bernward Malaka, Berlin 1978

© George Nicolaidis

"Die Eröffnung des S.O.36 im Sommer 1978 ... Ich bin da mit der Bahn hingefahren, schon ein paar Tage vor der Show - und zwar ohne Gitarre und Verstärker. Daher spiele ich auf dem Foto Monroes Gitarre. 'Ey, Franz, gib mir mal deine Gitarre, ich hab keine dabei!' Punk-Rock :)"

© Jürgen Engler, 2020

Druckvorlage für einen Flyer von Big Muff (Abwärts-Vorläuferband) für ein Konzert in der HfbK (Hochschule für bildende Künste), Hamburg 1979

© Frank Z.

Foto, das für das Cover der ersten Buttocks-Single verwendet wurde, Hamburg 1979

© Peter Körner

Programm-Flyer vom Krawall 2000, Hamburg 1979

© Eugen Honold

"Die farbigen Ankündigungen des Programms waren in Zeiten ohne Social Media der Kontakt vom Krawall2000-Team zu den Punks. Der Auftritt von Hans-A-Plast aus Hannover war ein echtes Highlight. Es war 'wieder mal ein Rock'n'Roll-Freitag' und der Schweiß tropfte von der Decke."

© Eugen Honold, 2020

Druckvorlage für die Single "songs in praise of the revolution" von Camp Sophisto, Düsseldorf 1982

© Wolf Lauenroth/n.A.p.

"Wir waren bei Carmen und Imi Knoebel, Imi hatte große Kartons voller Zeitungsausschnitte, die ich neugierigerweise durchgeschaut habe. Dieses Bild der Steppenindianer (ups) hat Eindruck auf mich gemacht, Nomaden in der Weite, Camps für eine Nacht ... Ich fand es gut als Bruch zum weißen Mann, immer bemüht anzukommen, zu besitzen, sich auszubreiten - wie eine Hautkrankheit. Nach einer Spitzen-Bouillabaisse waren Janie, George und ich uns im Nachgang einig: "Das wird's!". Den Camp-Sophisto-Schriftzug habe ich dann mit einer Feder und Tusche geschrieben - das war's."

© Wolf Lauenroth/n.A.p. 2020


Backstage-Ausweis von Claus Ritter von der Band "Male" für die Eröffnung des S.O.36 am 11. und 12. August 1978, Berlin 1978

© Claus Ritter

Promoposter für die erste Schallplatte (Maxi) der Band "Die Unbekannten", Berlin 1981

© Mark Reeder

"I designed the Poster for the first Die Unbekannten Maxi 12” on Monogam. I purposely chose a typically Germanic looking typeface that adorned a few of the old U- and S-Bahn stations, as I knew no German band would ever dare consider using it, and I knew it would be both provocative and controversial. Elisabeth Recker who ran Monogam, was obviously nervous about the look and understandably voiced her concern, but I managed to convince her of my reasons for wanting to use this script and she conceded. However, this particular typeface was not available in the standard Letraset catalogue, and so we had to ask the BVG if they would help us track it down. We eventually found a printer who still had this typeface in stock, and I was able to add it to the design of our record cover and the poster. The photo image of three Vopo border guards was by the French photographer Hendrik Pastor, and he gave Monogam permission for us to use it as a record cover image. Apparently though, not for a poster. Unknown to us, we proudly drove around Berlin putting up the poster. Elisabeth even plastered the walls of the SO36 with it. But once Hendrik saw the posters, he went ballistic, and immediately withdrew his permission and sued Monogam for misuse, and consequently Monogam was left with no option, but to pull our Maxi Single from the record store shelves."

© Mark Reeder, 2020

Buttons von Moritz Reichelt aus der Zeitspanne von 1978 bis 1983

© Moritz Reichelt

"Die Mode der 'Meinungsknöpfe' aka 'Buttons' hielt sich über mehrere kulturelle Epochen und scheint heutzutage der Vergangenheit anzugehören. Manche dieser Exemplare sind Unikate, andere wurden in kleinen Auflagen gefertigt. Einer wurde mir sogar von einem Fan in Wuppertal geschenkt."

© Moritz Reichelt, 2020


Plakat für das erste Atonal-Festival im S.O.36, Berlin 1982

© A. Kohlberger/D. Boysen

Plakat für das Schmier-Festival im Okie-Dokie, Neuss 1980

© Joost Renders

"Seltsam. Die Erinnerung ist bei null. Nicht das Festival, das ist klar! Aber das Plakat. Ist wahrscheinlich auch besser so. Fake News! Sex gab es jedenfalls keinen und von den Public Enemies hat auch keiner die Bühne betreten, wer auch immer das war! Ja, es waren harte Zeiten. Das Plakat ist scheußlich, aber das Festival hat Spaß gemacht! Ruhrpott-Punk! Das muss gut sein. Schon die erste Kombo! Der Sänger behauptete lautstark und mantramäßig, dass er ein Punk sei! Donnerwetter! Das hätte keiner für möglich gehalten! Es waren wilde Zeiten! Von da an konnte es nur noch aufwärts gehen. Tat es auch! Zum Schluss gab es nur lachende Gesichter! Jaja."

© Joost Renders, 2020

Promoposter von Rondo Schallplatten, Düsseldorf 1979

© Franz Bielmeier

"dieses poster wurde gedruckt, um das okie dokie in neuss für den rondo-sylvesterball 79/80 zu dekorieren. hinterher wurden die reste vor der tür verbrannt, um platz in der mülltonne zu sparen. damals fiel mir nicht auf, dass einige besucher poster als andenken mitnahmen, heute schon."

© Franz Bielmeier, 2020


Masterband von Mittagspause mit Studio-Aufnahmen vom Oktober 1980, Düsseldorf 1980

© Franz Bielmeier

"im herbst 1980 trafen sich die bereits ziemlich verstreuten mitglieder von mittagspause im rondo- kellerstudio, um an zwei tagen eine improvisierte lp aufzunehmen. diese aufnahmen sollten auf rondo erscheinen, wurden aber erst 1992 auf "what's so funny about" als „herrenreiter-cd“ veröffentlicht."

© Franz Bielmeier, 2020




Fotoabzug von Beate Bartel bei einem Auftritt von Liaisons Dangereuses, Düsseldorf 1982

© Wolf Lauenroth/n.A.p.

"Interessant, interessant. Da wurde ich von hinten beim Konzert in Düsseldorf abgelichtet und habe davon nichts mitbekommen. Dieses Foto und viele weitere habe ich erst im Jahre 2020 dank Christian Baumjohann zu Gesicht bekommen."

© Beate Bartel, 2020

Textblatt für den O.U.T.-Song "Amsterdamned", Hechthausen 1980

© Manon Duursma/O.U.T.

"Amsterdamned"

Ein Lied über das Leben, Lieben, Schreiben und Singen

Über das Herkommen und Weitergehen

Amsterdam

1979 Graffity überall an und in den Häusern

Ist der Kommunikationsaustausch

Dazu laute Musik

Man muss nicht viel reden

Wenn sich zu wenig ändert

Ist es Zeit

Neue Wegen einzuschlagen.

In Memorium Ivar Vics"

© Manon Duursma, 2020

Foto des Vorderraums der Bar "Risiko", Berlin 1981

© Anno Dittmer

Druckvorlage für die zweite, unveröffentlichte Single von Camp Sophisto, Düsseldorf 1983

© Wolf Lauenroth/n.A.p.

Fender-Bass, der lange Zeit von Michael Kemner bei den Fehlfarben gespielt wurde, Berlin 2020

© Michael Kemner

"Von diversen Bässen in 40 Jahren Fehlfarben ist dieser Fender-Precision der beste im Stall. Ob live oder im Studio, immer am Start!"

© Michael Kemner, 2020


Plakat für ein Konzert von PVC und den Dirty Needs im Punkhouse, Berlin 1978

© Knut Schaller/Gerrit Meijer/Raymond Ebert/Jürgen Dobroszczyk

Plakat für ein Konzert von Materialschlacht, Das 20. Jahrhundert, Deutsch-Amerikanische Freundschaft und Hans-A-Plast in der Börse, Wuppertal 1979

© Moritz Reichelt

"Die wichtigsten Werkzeuge des Amatuergrafikers der damaligen Zeit: Fotokopien, Dymo und Letraset."

© Moritz Reichelt, 2020

"Das Konzert habe ich organisiert. Hans-A-Plast waren zu der Zeit gerade auf Tour, deshalb habe ich die Band eingeladen, auch dort in der Börse zu spielen. Nachdem ich einige Konzerte veranstaltet hatte, habe ich von der Börse ein Verbot bekommen, weitere Konzerte zu veranstalten, da es bei den Konzerten immer viel Theater gab. Das war den Betreibern zu chaotisch und hat die 'Ruhe des Jugendzentrums' gestört. Die wussten damit nicht umzugehen. Und da ich auch nicht in der Führungsclique der Börse war, sondern eher ein Außenseiter, hatte ich auch nicht soviel Einfluss, um dagegen vorzugehen."

© Uwe Bauer, 2020

Werbeplakat für die Austellung "Menschenbild" von Jürgen Kramer, die vom 8. September bis zum 27. September 1978 in der Galerie Art Attack gezeigt wurde, Wuppertal 1978

© Jürgen Kramer

Testpressung der Maxi-Single "Stein des Anstoßes" von Family 5, Düsseldorf 1985

© Peter Hein/Xao Seffcheque

Plakat für das Konzert von Joy Division im Kant-Kino, Berlin 1980

© H.K./Reinhard Konzack

Plakat für die Veranstaltung "nur 3 Tage" in der Galerie Art Attack, Wuppertal 1978

© Moritz Reichelt

"In der Galerie siebselbstgedruckt, Einladungen für 5 Mark per Nachnahme verschickt und dafür ne Anzeige kassiert. So waren wir drauf."

© Moritz Reichelt, 2020

Druckvorlagen für Materialschlacht-Buttons, Wuppertal 1979

© Uwe Bauer

"Das sind Vorlagen für Materialschlacht-Badges, die nie hergestellt wurden. Schade eigentlich ..."

© Uwe Bauer, 2020



Plakat für ein Konzert von Napalm und den Buttocks im Grünspan, Hamburg 1980

© Mike Stanger

Storyboard für das Video zum Song "Alte Pizza" von Der Plan, Düsseldorf 1984

© Moritz Reichelt

"Für die Verfilmung der 'Alten Pizza' zeichnete ich ein Storyboard. Die Hauptrolle des Penners spielt Trini Trimpop, Regisseur war Wolfgang Büld. In der Straßenbahnszene kann man darüberhinaus den Produzenten Gerd Stein als Zeitungsleser sehen."

© Moritz Reichelt, 2020


Pyrolator-Shirt, Düsseldorf 1981

© Moritz Reichelt

"Das Pyrolator-Muskelshirt und das dazugehörige Plan-Hemd gehören zu meiner Phase der 'Relief Art' und wurden erstmals 1981 in der Galerie Eva Keppel ausgestellt."

© Moritz Reichelt, 2020


Fotoabzug von Winston Tong bei einem Auftritt von Tuxedomoon im Schlachhof Bremen am 3. April 1984, Bremen 1984

© Wolfgang Wiggers

Skizzenbuch von Franz Bielmeier, Düsseldorf 1978-1982

© Franz Bielmeier

"Die abgebildete Doppelseite stammt vom Frühjahr 1979."

© Franz Bielmeier, 2020


Setlist für das Konzert von Black Flag am 18.2.1983 im SO36, Berlin 1983

© Chuck Dukowski


"Cold night. In general I'm never really ready for how much colder most of Europe is than where I live. We crossed thru a lil bit of Communist East German with AK47 toting soldiers at the border stop and tanks and bunkers along the road. Once we arrived at the venue we loaded in and I went for a walk to the 'wall'. I climbed the scaffold stairs there and looked out at East Berlin which seemed appropriately grey and depressing. When I got back to the venue I opened a side door to see an small open area piled with broken bricks and bombed parts of buildings left from WW2. I was used to this sort of thing from the early 60s in Mainz/Frankfurt where one often drove through whole neighborhoods reduced to rubble by bombs. The show got started OK but Henry got peeved at the mixed tobacco and pot smoke that filled the room. We spent the night somewhere in town. In the morning our little two van caravan headed to another show somewhere. It was interesting to play the same place with FLAG in 2016. It seemed smaller and friendlier in 2016. Before leaving I opened that side door and saw the rubble of war was gone. Here's hoping we never bring it back."

© Chuck Dukowski, 2020


Fotoabzug von Iggy Pop, der am 28.03.1980 ein Konzert im Aladin in Bremen gegeben hat, Bremen 1980

© Wolfgang Wiggers

Plakat für die Deutschland-Tour der Schweizer Band Liliput (ehemals Kleenex), Hamburg 1980

© Jäki Eldorado/Rip Off

Passfoto von Jäki Eldorado mit selbst gestaltetem PVC-Shirt, Berlin 1977

© Jäki Eldorado

Kassette mit Live-Aufnahmen von Abwärts, eingeschweißt in eine Kunststoffhülle und veröffentlicht von Rip Off, Hamburg 1980

© Klaus Maeck/Rip Off

Passfoto von Jäki Eldorado, Hamburg 1979

© Jäki Eldorado


Fotoalbum von Sven Gott von den Razors, Hamburg 1978

© Sven Gott

Promo-Shirt für das zweite Album von Abwärts , Hamburg 1982

© Abwärts/MD

Buttons von Knut Schaller, dem Sänger von PVC (Auswahl), Berlin 1976-1981

© PVC

Plakat für die Ausstellung "NIcHt GaNZ diChT BeiEInAndER" von Etienne Szabo, die vom 1. bis zum 31. Dezember 1978 in der Galerie Art Attack gezeigt wurde, Wuppertal 1978

© Etienne Szabo

Fotoabzug von Jäki Eldorado, aufgenommen Anfang 1977 in einer Ladenwohnung in Berlin-Schöneberg (Schwerinstr. 14), Berlin 1977

© Lubo

Fotoabzug, der für das Beiheft des Albums "Amok Koma" von Abwärts verwendet wurde, Hamburg 1980

© Klaus Maeck

"Ende der 70er-Jahre musste man bei Verkehrskontrollen aufpassen, dass man keine Reflexbewegung mit der Maschinenpistole auslöste, denn die Fahndung nach RAF-Terroristen war noch in vollem Gange."

© Klaus Maeck, 2020


Plakat für die Eröffnung des S.O.36 am 11. und 12. August 1978, Berlin 1978

© Andreas Rohé

Fotoabzug von "Ratten-Jenny", Jayne County und Zazie de Paris (v.l.n.r.), aufgenommen in der Music Hall, Berlin im Fühjahr 1982

© Horst Blohm

"Three girls on a bum trip! Hee HEE. What a fantastic photo! I love it!!!"

© Jayne County, 2020

Plakat für ein Konzert von DAF und Mittagspause im Ratinger Hof, Düsseldorf 1979

© Frank Fenstermacher

"Das war das erste Mal, dass DAF im Ratinger Hof gespielt hat. Das Plakat, das ich gestaltet habe, zeigt die Attribute des deutsch-amerikanischen Konsumismus: TV und Supermarkt."

© Frank Fenstermacher, 2020



Promoplakat für das Album "Zensur & Zensur" von Male, Düsseldorf 1979

© Modell Musik/Rock-on

Setlist für ein Konzert von Mittagspause, Düsseldorf 1978

© Mittagspause

Plakat für ein Konzert von Nina Schultz, System, Blurt, White Russia, Tank of Danzig, Joy Rider und MDK im Tempodrom, Berlin 1982

© Georgios Tsiligiris


"Ich erinnere mich auf jeden Fall daran, dass die Sonne das Tempodromzelt an der Mauer mächtig aufheizte. Wir von System waren im Line-Up schon später dran. Wir hatten uns 1979 als 15-jährige gegründet. Nun waren wir bald 18, bekamen sogar Gage und hatten eine LP draußen. Mächtig gewaltig.

Eröffnen mussten vor circa 10 Zuschauern im erwärmten Zelt die neu gegründeten Toten Hosen. Ob sie für eine andere Band einsprangen, ist mir nicht mehr erinnerlich. Ich mochte sie gleich und sie brillierten im immer noch leeren Zelt mit Titeln wie "Ich Spanne" oder "Ich will `ne Braut". Zu anderen Auftritten des Abends kann ich nichts sagen. Blurt fand ich eher nervig, MDK war mir durch `ne gemeinsame Hollandtour vertraut und White Russia war mir auch wohlbekannt.

Später enterten wir dann die Bühne, sogar mit "Gitarren-Sendern", die uns beweglicher machten. Erstmal rumrennen ... Wir hatten uns musikalisch vom 4-Akkorde-Punk schon "weiterentwickelt", ganz wie unsere "Vorbilder" von The Clash seinerzeit. Der "D.A.L.L.A.S.- Rap" und Anleihen aus Rockabilly, Funk oder Ska erweiterten das Spektrum.

Ich denke, wir kamen wie meistens halbwegs gut an. Auf jeden Fall einer der letzten Auftritte von SYSTEM."


© Johannes Wrede, 2021


Fotoabzug von Gabi Delgado von DAF beim Festival "Bild & Ton im Tempodrom" am 5. September 1981, Berlin 1981

© Horst Blohm

Plakat für ein Konzert von den Fehlfarben und S.Y.P.H. im Okie Dokie, Neuss 1980

© Uwe Bauer

Text für den PVC-Song "Eva Braun Is Back In Town", Berlin 1977

© Gerrit Meijer

Henry Rollins bei einem Konzert von Black Flag am 10.06.1984 im Quartier Latin, Berlin 1984

© Raven

Plakat für ein Konzert von Der Plan, Padeluun und Materialschlacht am 9.6.1979 in der Baracke Grillo-Gymnasium, Gelsenkirchen 1979

©Jürgen Kramer

Fotoabzug von Kiddy Citny von Sprung aus den Wolken, Berlin 1982

© Horst Blohm

Fotoabzug von "Ratten-Jenny", Berlin 1977/1978

© Horst Blohm

Fotoabzug von der Aufnahme des Fehlfarben-Albums "Monarchie und Alltag" im EMI-Studio in Köln, v.l.n.r.: Frank Fenstermacher, Michael Kemner, Thomas Schwebel und Peter Hein, Köln 1980

© Kurt Dahlke

Fotoabzug von Frank Fenstermacher im Fenster des Atatak-Büros, Düsseldorf 1980

© Kurt Dahlke

"Ich habe dort mit Kurt Dahlkes Kunstkopfstereo-Mikrophon aufgenommen, wahrscheinlich den Verkehr auf dem Fürstenwall."

© Frank Fenstermacher, 2020


Druckvorlage für einen Flyer von Big Muff (Abwärts-Vorläuferband) für ein Konzert in der Markthalle, Hamburg 1979

© Frank Z.

Buttons von Hollow Skai/No Fun Records (Auswahl), Hannover 1978-1983

© Hollow Skai/No Fun Records

"Die gesammelten No-Fun-Buttons, der grüne und der rote Hans-A-Plast-Button wurden von Christiane F. entworfen."

© Hollow Skai, 2020

Plakat für ein von dem Label ZickZack organisiertes Konzert von Brausepöter, Abwärts, NASA, den Radierern und den Einstürzenden Neubauten in der Markthalle, Hamburg 1980

© Sabine Schwabroh/Alfred Hilsberg

Masterband mit 4 Songs von der Berliner Band System, die eigentlich 1981 als Vinyl-Single auf Rondo Schallplatten veröffentlicht werden sollten, Düsseldorf 1981

© Franz Bielmeier

Passfoto von Franz Bielmeier von Charley's Girls, Düsseldorf im Frühjahr 1977

© Franz Bielmeier



Plakat für zwei Konzerte der englischen Band The Automatics im S.0.36, Berlin 1978

© The Automatics

"I have been back to Berlin recently and it is barely recognizable from the Berlin in 1978 which was still substantially in ruins with crumbling bombed out buildings and runaway children at the Zoo station.

I remember the first night Martin Kippenberger took us to a biker bar in Kreuzberg where he proceeded to pick fights with some particularly fierce looking characters. Note to self: Do not go drinking with this man. He did take us to see the wall and gave me some underground post cards of the Wall.

Martin also told us he was an artist. For us 'art' was pop art and stuff you could use on album covers so when he showed us some of his art and it looked like street scenes he had shot through his legs I just kind of thought 'poor old Martin, he’s a real no-hoper'!

Several decades later I’m with my art critic wife at MOCA and its the opening of a retrospective career for an uber important German artist and the curators waffling on when my eye catches a bunch of SO36 posters. I grab the catalogue from my wife and flick through to a picture of the artist and sure enough its that old no-hoper Martin!! Who knew?

I remember we were expected to do 3 or 4 shows a night which we had never come across before but you certainly came back tight."

© David Philp (The Automatics), 2020


Eintrittskarte für das zweite Konzert der Vibrators im Kant-Kino, mit PVC als Vorband, Berlin 1977

© Conny Konzack/Kant-Kino

Eintrittskarte für den ersten Abend der S.O.36-Eröffnung, Berlin 1978

© Andreas Rohé

Johnny Thunders am 19. Dezember 1984 im Loft, Berlin 1984

© Raven


H.R. bei einem Konzert der Bad Brains am 22. Mai 1983 im Loft, Berlin 1983

© Raven


Johnny, Joey, Dee Dee und Marky von den Ramones vor ihrem Konzert am 3. September 1980 im Metropol, Berlin 1980

© Raven


Die U.K. Subs am 11. März 1981 im SO36, Berlin 1981

© Raven


Fotoabzug von der Aufnahme des Fehlfarben-Albums "Monarchie und Alltag" im EMI-Studio, Köln 1980

© Kurt Dahlke


Fotoabzug von Jello Biafra beim Konzert der Dead Kennedys am 17. Oktober 1980 in der Aula der Realschule in Rotenburg, Rotenburg 1980

© Wolfgang Wiggers

Fotoabzug von Kurt Dahlke, im Studio Atatak sitzend, Düsseldorf 1981

© Kurt Dahlke

Flyer für ein Konzert der Fehlfarben mit Östro 430 in der Börse in Wuppertal, Düsseldorf 1980

© Peter Hein

Greg Ginn bei einem Konzert von Black Flag am 10.06.1984 im Quartier Latin, Berlin 1984

© Raven


Jon King von Gang Of Four beim "Rock against Junk"-Festival in der TU-Mensa, Berlin 1980

© Raven

Debbie Harry bei einem Konzert von Blondie am 16. Februar 1978 im Kant-Kino, Berlin 1978

© Raven

Farin Urlaub bei einem Konzert von Die Ärzte im Loft, Berlin 1984

© Raven